Starwalker – Jugendliche auf dem Weg ins Berufsleben begleiten
Wie können Jugendliche schon in der Schule herausfinden, was sie können, was ihnen wichtig ist und welchen Weg sie nach dem Abschluss einschlagen möchten? Aus dieser Frage entstand im Arbeitskreis „Coaching zum Erwachsenwerden“ die Idee zu Starwalker.
Im Oktober 2014 startete das Modellprojekt an der Realschule am Fränkischen Dünenweg in Röthenbach. Gemeinsam mit der Klassenleiterin Ulla Ziegler begleitete ich eine Klasse von der siebten bis zur neunten Jahrgangsstufe. Wir leiteten die wöchentlichen Treffen im Tandem. Die Jugendlichen setzten sich mit ihren Stärken, Werten und Zielen auseinander, übten den Umgang mit Konflikten und gestalteten die Treffen zunehmend selbst mit.
Der Landkreis unterstützte das Projekt im Rahmen der Bildungsregion. Die Universität Bayreuth begleitete es wissenschaftlich. 2017 erhielten 33 Schülerinnen und Schüler ein Zertifikat für ihre Teilnahme. An der Schule folgten zwei weitere Starwalker-Klassen. Im Januar 2018 zeichnete die Stiftung Bildung und Gesellschaft das Projekt als „Primus des Monats“ aus.

Ganztag, der etwas bewegt
Was können Kinder selbst entscheiden, ausprobieren und verändern? Diese Frage leitete uns im offenen Ganztag an der Geschwister-Scholl-Mittelschule in Röthenbach an der Pegnitz. Wir wollten die Zeit nach dem Unterricht so gestalten, dass Kinder eigene Ideen einbringen und erleben, was sie damit bewirken können.
Zusammen mit meiner Kollegin Astrid Bohn und unserem Team setzte ich diesen Ansatz im Ganztag um. Selbstwirksamkeit war für uns eine praktische Erfahrung. Kinder sollten sich etwas zutrauen, Verantwortung übernehmen und sehen, was aus ihrem Handeln entsteht. Dazu gehörte auch Bildung für nachhaltige Entwicklung. Wir wollten Nachhaltigkeit dort erfahrbar machen, wo die Kinder jeden Tag zusammenkamen und ihren Alltag mitgestalten konnten.
Unsere Arbeit im Ganztag trug wesentlich dazu bei, dass die Geschwister-Scholl-Mittelschule Nachhaltigkeitsschule wurde.
